Die Körperzusammensetzung mit der BIA verstehen
Gewicht und BMI als Marker sind überholt
Haben Sie schon einmal von Bodybuildern – also absoluten Muskelpaketen – gehört, die beim BMI plötzlich im Übergewicht stehen obwohl sie kaum Fett im Körper haben? Oder von den TOFIs (setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der Englischen Begriffe „thin outside, fat inside“ zusammen)? TOFIs sind optisch schlank, haben aber dennoch zu viel viszerales Fett – das ist das „böse“ entzündungsfördernde Bauchfett. Die TOFIs sind im Gewicht und in der Optik völlig unauffällig.
Nicht jede schlanke Person ist ein TOFI. Manch schlanke Personen, die viel trainieren, sind beim BMI trotzdem im „Übergewicht“ – oder der BMI ist im niedrigen Normalbereich – doch genauer hingeschaut ist die Skelettmuskelmasse deutlich zu niedrig…
Dies sind nur einige Beispiele dafür, warum uns Gewicht und BMI falsche Sicherheit vorgaukeln können und in der Diagnostik nicht (alleine) zu große Beachtung finden sollten – und der Grund warum ich mich dafür entschieden habe, die Bioimpedanzanalyse in meiner Praxis mit anzubieten.
Der BMI zeigt weder Muskelmasse noch Fettverteilung
Nehmen wir an zwei Menschen sind gleich groß und gleich schwer – sie haben rechnerisch den gleichen BMI im Normalbereich. Doch die Zusammensetzung des Gewichts wird dadurch nicht ersichtlich. Natürlich wird diese irgenwann mit dem blossen Auge sichtbar, wenn die beiden Personen nebeneinander stehen. Sagen wir es handelt sich um zwei Männer (und ja ich bin auf Frauen spezialisiert – und genau deshalb dreh ich den Spieß mal um und bewerte* jetzt Männerkörper. Ein bisschen Spaß muss sein ;). Ich hoffe Ihr verzeiht mir liebe Männer – und selbstverständlich dürft auch Ihr zu mir in die Praxis kommen).
Beispielvergleich: Der eine Herr ist gut trainiert mit sichtbar muskulösen Armen, sportlich, schlank. Der andere bewegt sich wenig – außer für das nächste Feierabendbier zum Kühlschrank. Er ist zwar immer noch nicht übergewichtig laut BMI, hat aber wenig Muskeln und dafür ein rundes Kugelbäuchlein, das er vor sich herum trägt.
Sicherlich wird so ersichtlich – neben hoffentlich einem kleinen Schmunzeln, das ich Ihnen entlocken konnte – dass die Personen gesundheitlich an unterschiedlichen Stellen stehen.
Eine BIA zeigt Verteilung von Fett, Muskulatur und Wasser – und vieles mehr
Mit einer Bioimpedanzanalyse (kurz BIA) werden diese Unterschiede offenbart. Aber nicht nur das. Die mBCA Alpha von Seca, die in meiner Praxis steht, zeigt noch deutlich mehr. Diese Messungen sind medizinisch validiert und diese Waage ist geeicht, wie es für Praxen und Kliniken Anforderung ist (im Gegensatz zu Anforderungen an Geräte in Fitnessstudios oder für den Hausgebrauch).
Durch einen schwachen Wechselstrom wird die unterschiedliche Leitfähigkeit verschiedener Gewebe gemessen. Die Analyse zeigt unter anderem Ergebnisse von
- Fettmasse
- Muskelmasse
- Skelettmuskelmasse
- Körperwasser (innerhalb der Zelle und in den Zellzwischenräumen)
- Fettfreie Masse
- Viszerales Fett (Bauchfett)
- Phasenwinkel
*wir sollten uns abgewöhnen Körper zu bewerten. Der Wert eines Menschen misst sich nicht am Aussehen, sondern am Charakter. Medizinisch gesehen ist die Beurteilung und Einordnung der Zusammensetzung des Körpers allerdings relevant.
Wann ist eine BIA-Messung besonders relevant?
- in den Wechseljahren
- bei Unter-/Übergewicht
- bei diversenen Erkrankungen (Wassereinlagerungen?)
- bei Erschöpfung
- bei chronischem Stress
- für gezielten Muskelaufbau (Verteilung und Verlaufskontrolle)
- für Prävention und Longevity
- …in vielen anderen Fällen
Warum ist die Muskelmasse so wichtig?
Unsere Muskulatur als Stoffwechselorgan
Das wir Muskeln benötigen um uns zu bewegen dürfte jedem klar sein. Doch darüber hinaus haben sie weit mehr Einfluss als den meisten Menschen klar ist. Einige Beispiele
– Muskeln sind ein Stoffwechselorgan
– Muskeln beeinflussen den Energiestoffwechsel (Energieverbrauch/Grundumsatz)
– Muskeln haben Einfluss auf die Insulinsensitivität
– Muskeln sind im Alter sehr wichtig (Knochenstoffwechsel, Sturzprävention, Gelenke..)
– Muskeln stehen im Zusammenhang mit Erschöpfung
Mit der BIA-Messung machen wir sichtbar wo die genauen Schwachpunkte liegen. Dies ist zum Beispiel relevant für Frauen kurz vor der Menopause, wie das nachfolgende Beispiel zeigt. Da die Muskelmasse im Alter abnimmt, ist der Erhalt und Aufbau sehr wichtig. Mit der segmentalen Messung, die die Muskulatur verteilt auf linken + rechten Arm, Torso sowie linkes und rechtes Bein zeigt, wird schnell klar wo die „Baustelle“ am größten ist – also wo im Training (und bei der Ernährung) angesetzt werden kann.
Viszerales Fett – das Fett, das man nicht sieht
Und gleichzeitig das Fett, das uns krank machen kann
Beim subkutanen Fett handelt es sich um das Unterhautfettgewebe, während das viszerale Fett unter der Muskulatur, verteilt im Bauchraum zwischen den Organen versteckt ist. Das viszerale Fett ist nicht automatisch von außen sichtbar und steht in Zusammenhang mit:
- Insulinresistenz
- Typ-2-Diabetes
- Entzündungsprozessen
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- hormonellen Veränderungen
Bioimpedanzanalyse für Therapie, Ernährungsberatung oder Prävention
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Sie können die BIA-Messung auch unabhängig von einer laufenden Therapie oder Ernährungsberatung in meiner Praxis im Hamburger Komponistenviertel (Barmbek-Süd, Grenze zu Winterhude/Uhlenhorst) inkl. Auswertung und Zugang zu SECA MyAnalytics mit Verlaufskontrolle und kurzer Beratung in Bezug auf Ernährung/Training buchen. Schreiben Sie mich bei Fragen dazu gerne an.
Kontakt
Carmen Hercegfi
Praxis für Funktionelle Medizin
Humboldtstrasse 102
22083 Hamburg
+49 151 29 703 659
info (at) naturheilpraxis (minus) heilpraktikerin.de
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